Fotos: Jörg Mascher

MACBETH

„Life’s but a walking shadow… ein Märchen… erzählt von einem Narren“

Die Zeit und die Welt von William Shakespeare gestaltet von Dieter E. Neuhaus, Stimme und Dramaturgie und Urte Lucht, Cembalo

Das 17. Jahrhundert hatte gerade erst begonnen, als William Shakespeare sein Drama „MACBETH“ schrieb und aufführte.

Das Wetter, eine kleine Eiszeit, veränderte die Welt, zerstörte die Lebensgrundlagen der Menschen, bewirkte Hunger, Not, Elend.
Kriege bestimmten den Alltag, Machtkämpfe um Herrschaft, Besitz, Religionen. Hexen wurden gefoltert und hingerichtet, Seuchen, allen voran die Pest, verbreiteten Angst und Schrecken, ließen den Tod tanzen.
In England erlebte zugleich die Theaterkunst eine Blütezeit mit Shakespeare und seinem Globe Theatre und Autoren wie Marlowe, Jonson, Fletcher. An der Schwelle von der Renaissance zum Barock blühte auch die Musik mit Kompositionen von Byrd, Bull, Dowland. Galliarden, Pavanen, Grounds und Variationen verschafften der englischen Virginalmusik Weltruhm.

Urte Lucht und Dieter E. Neuhaus lassen den Kosmos von Shakespeares Zeit und Welt, der Menschen vor über 400 Jahren, die uns in seinen grandiosen Tragödien, Komödien, Historien und Sonetten begegnen, in faszinierender und auch bestürzender Weise gegenwärtig werden.

Musik aus vier Jahrhunderten bildet die Brücke. Sie wird zur Bühnenmusik, illustriert, dramatisiert, untermalt und verbindet sich mit der überwältigenden Sprache Shakespeares zu einem melodramatischen Reigen. So treten „Macbeths“ blutige Macht-Visionen, „Sommernachtstraum“-Fantasien oder das Lebensrad in „Wie es euch gefällt“ in Dialog mit Klängen aus der Zeit Shakespeares (Byrd, Bull), des Barock (Bach, Couperin), der Klassik (Beethoven), der Romantik und Moderne (Ligeti).

Eine besondere, ungewöhnliche Form von Musik-Theater entsteht: Im Aufeinandertreffen und spielerischen Miteinander von Cembalo mit seinem klaren, direkten Klang und der menschlichen Stimme findet die Musik plötzlich eine Sprache und die Sprache wird Musik.

Samstag, 05. März 2022

17:00 Uhr

im
Musikstudio & Galerie: Gabriele Paqué
Blücherstraße 14
53115 Bonn

Hygieneregeln:

Wir bitten um folgende Nachweise (entweder digital oder ausgedruckt):

– Nachweis einer doppelten Impfung gegen Covid19 oder
– Nachweis über die Genesung einer Covid19-Infektion

Es gilt Maskenpflicht bis zu den Sitzplätzen!

Kinder, die das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind von der Masken-  sowie der Testpflicht befreit.

Anmeldung

Eintritt: 30,- €

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Programm:

Prolog

DIE GANZE WELT IST BÜHNE …..  „Wie es Euch gefällt“ 2. Aufzug, 7. Szene

John Bull (1562/63 – 1628)
Walsingham Variationen

 

Macbeth

ERSTES GEDANKENSPIEL

György Ligeti (1923 – 2006)
Hungarian Rock (Chaconne)

LIFE IS BUT A WALKING SHADOW….   5. Aufzug, 5. Szene

William Byrd (1543 – 1623)
The Trumpetts

 

ZWEITES GEDANKENSPIEL

György Ligeti (1923 – 2006)
Hungarian Rock (Chaconne)

 

HEXEN           1. Aufzug, 1. Szene / 3. Szene

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Largo aus dem
Geistertrio

 

DRITTES GEDANKENSPIEL

György Ligeti (1923 – 2006)
Hungarian Rock (Chaconne)

EIN MANN: MACBETH     4. Aufzug, 3. Szene

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Largo aus dem
Geistertrio

 

EINE FRAU: LADY MACBETH    1. Aufzug, 5. Szene

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Largo aus dem
Geistertrio

 

VIERTES GEDANKENSPIEL

György Ligeti (1923 – 2006)
Hungarian Rock (Chaconne)

 

EINE FRAU – EIN MANN       1. Aufzug, 7. Szene

François Couperin (1668 – 1733)
La Triomphante

FÜNFTES GEDANKENSPIEL

György Ligeti (1923 – 2006)
Hungarian Rock (Chaconne)

 

EIN MORD     1. Aufzug, 3. Szene / 2. Aufzug 1. Szene / 2. Szene / 3. Szene

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Largo aus dem
Geistertrio

 

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Chromatische Fantasie

Carl Philipp Emanuel Bach (1714 – 1788)
Allegro aus der Sonate g-moll

Carl Philipp Emanuel Bach (1714 – 1788)
Andante con Tenerezza aus der Sonate g-moll

 

SECHSTES GEDANKENSPIEL

György Ligeti (1923 – 2006)
Hungarian Rock (Chaconne)

 

SCHWEIGEN?    2. Aufzug 3. Szene

Carl Philipp Emanuel Bach (1714 – 1788)
Andante con Tenerezza aus der Sonate g-moll

 

SIEBTES GEDANKENSPIEL

György Ligeti (1923 – 2006)
Hungarian Rock (Chaconne)

 

TORHEIT      3. Aufzug, 4. Szene

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Klaviersonate Nr. 14
Mondscheinsonate, Adagio Sostenuto

 

ACHTES GEDANKENSPIEL

György Ligeti (1923 – 2006)
Hungarian Rock (Chaconne)

 

WAHNSINN      5. Aufzug, 1. Szene / 4. Szene

Modest Petrowitsch Mussorgski (1839 – 1881)
Die H
ütte auf Hühnerbeinen (Baba Jaga)

NEUNTES GEDANKENSPIEL

György Ligeti (1923 – 2006)
Hungarian Rock (Chaconne)

 

William Byrd (1543 – 1623)
The Bells

WEHESCHREIEN         5. Aufzug, 5. Szene

Erik Satie (1866 – 1925)
1
ère Gnossienne

 

EIN MÄRCHEN IST’S…..

Urte Lucht

Fotografin: Juliane Fuchs

Bereits im Alter von vier Jahren begann Urte Lucht mit dem Cembalospiel. Als Jugendliche besuchte sie Meisterkurse für Cembalo, Hammerflügel und Kammermusik bei Gustav Leonhardt, Jos van Immerseel und Nikolaus Harnoncourt. Nach dem Studium in Hamburg, Zürich (bei Johann Sonnleitner) und Basel an der Schola Cantorum Basiliensis (bei Jesper Christensen) begann ihre rege Konzerttätigkeit sowohl auf dem Cembalo als auch dem Hammerflügel. Internationale Preise, Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen folgten.
Urte Lucht tritt bei den großen Festspielen wie Schleswig Holstein Musikfestival, Barockfestspiele Arolsen, Tage Alter Musik Regensburg, Bodensee-Festival, Europäische Wochen Passau, Landshuter Hofmusiktage auf. Sie konzertierte unter anderem mit Maria Cristina Kiehr, Simone Kermes, Constanze Backes, Andrea Bischoff, Stefan Fuchs (Ensemble Trazom), Leila Schayegh und Frieder Bernius. Neben der historisch informierten Aufführungspraxis hat Urte Lucht ein großes Interesse an Neuer Musik, belegt durch etliche Erst- und Uraufführungen, zum Beispiel von Werken Josef Tals und Erhan Sanris. Im Schweizer Radio SRF ist sie oft als Fachexpertin in der Sendung „Diskothek“ zu hören und ist außerdem Mitbegründerin des Ettenheimer Musiksommers, der renommierten Konzertreihe für Alte Musik in der Barockstadt Ettenheim.
Seit 2007 lehrt Urte Lucht an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe. Von 2000 – 2003 war sie Dozentin an der Internationalen Frühjahrsakademie für Alte Musik in Stift Geras, Österreich, und unterrichtete 2005 bei den Internationalen Sommerkursen im Schloß Bietigheim.

Dieter E. Neuhaus – Regisseur, Autor, Schauspieler

Bildrechte: privat

Dieter E. Neuhaus war von 1972 bis 1985 an den Theatern in Schleswig, Luzern, Bonn und Freiburg i. Br. engagiert. Seither arbeitet er freiberuflich. Er leitete Opern- (u.a. „Dido und Aeneas“ von Purcell, „Orpheus und Eurydike“ von Gluck) und Schauspiel-Projekte (u.a. zweisprachige Inszenierungen mit
jungen Schauspielern aus Frankreich und Deutschland).
Von besonderer Bedeutung für ihn sind die 25 Freilichttheater-Projekte, die er mit Menschen eines Ortes oder einer Region oftmals aus Anlass eines historischen Ereignisses erarbeitete: u.a. „Das Festspiel Sempach“(Kanton Luzern/Schweiz – 1986), „Das Weidener Stadt-Schauspiel“ (Oberpfalz – 1992), „Das Offenburger Freiheitsfest“ (1997), „Der Jahrtausendkehraus in Brauweiler“ (Pulheim – 1999), Stadt – Land – Fluss: Kehl 2010“ und „Das Emmendinger 600 Jahr’-Marktspiel“ (2018).
Als Schauspieler gestaltete er bei über 500 Auftritten in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Holland und in Rundfunksendern dieser Länder Texte (u.a.) von Boccaccio, Grimmelshausen, Hölderlin, Goethe, Hans Christian Andersen, Mark Twain und zusammen mit Musikerinnen und Musikern Dichtungen des Barock, des Expressionismus, die „Bild“-Zeitung und „Der Ring des Nibelungen von Richard Wagner in 98 Minuten“. „Komm Trost der Nacht, o Nachtigall“ ist der Titel des ersten gemeinsamen Programms mit Urte Lucht: Musik und Lyrik aus der Barockzeit.

Ich freue mich auf Ihren Besuch!

Herzlichst
Gabriele Paqué

Hinweis Parken!
Parkmöglichkeiten in Bonn-Poppelsdorf, ca. 10 Gehminuten von der Blücherstraße entfernt! 

Aktuelle Ausstellung: Dao Droste präsentiert „Verbundenheit“
Samtags ist die Galerie von 14-18 Uhr geöffnet.
Nach telefonischer Absprache kann die Ausstellung auch zu anderen Zeiten besichtigt werden.
Blücherstr. 14, 53115 Bonn
Telefon: 0228-41076755